In Iran gibt es derzeit zwei legale Devisenraten sowie den Schwarzmarktkurs. Die offizielle Rate der iranischen Zentralbank liegt bei 42.000 Rial für einen US-Dollar. Die anderen Devisen werden entsprechend dem Dollarkurs umgerechnet.
Die zugelassenen Wechselstuben können bei Vorlage bestimmter, von der Zentralbank festgelegter, Unterlagen, Devisen an- und verkaufen. Der Kurs wird frei gehandelt. Die Wechselstuben müssen die tatsächliche Menge und den An- und Verkaufswert der gehandelten Devisen zwischen 8:00 Uhr und 18:00 Uhr jeweils zur vollen Stunde der Zentralbank bekannt geben, die die Werte für Euro, Yuan und Dirham stündlich auf der Seite www.sanarate.ir veröffentlicht. Um 18:00 Uhr wird dann der Tages-Durchschnittswert bekannt gegeben. Auf www.sanarate.ir wird sowohl der Ankaufs- als auch der Verkaufswert veröffentlicht. Derzeit ist der Ankaufs-preis manchmal höher, als der Verkaufspreis, der US-Dollar manchmal teurer als der Euro. Letzteres liegt wohl daran, dass Iran knapp an USD-Bargeld ist – Banken dürfen mit Iran nicht in USD handeln und also auch keine USD an Iran verkaufen. Iraner wiederum sind an den US-Dollar als d i e Auslandswährung gewöhnt. Die Regierung ist zwar bemüht, vom US-Dollar als Leitwährung wegzukommen, aber das dauert offensichtlich etwas...
Euro-Wechselkurs: Gestern (26.08.2018) morgen (08:00 – 09:00 Uhr) lag der Euro-Wechselkurs bei 122.500 Rial; zwischen 17:00 und 18:00 Uhr bei 95.758 und der Durchschnittskurs des Tages wurde auf Sanarate mit 91.602 Rial angegeben. Vom USD veröffentlicht die Zentralbank jetzt nicht mehr die Stundenkurse sondern nur noch den täglichen Durchschnittswert: dies führt dazu, dass während des Tages nur der Durchschnittswert der Vortages eingesehen werden kann.
Der Devisenhandel auf dem Schwarzmarkt ist – wie der Name schon sagt – illegal. Es ist nicht nachprüfbar, wer den Kurs wie ermittelt und veröffentlicht. Man hört immer wieder von Betrugsfällen, die dann natürlich nicht einklagbar sind.