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Deutsch-Iranische Beziehungen

Obwohl Deutschland und Iran ca. 4.000 km Luftlinie voneinander entfernt liegen und unterschiedlichen Kulturkreisen angehören, bestehen seit Jahrhunderten enge Beziehungen. Ein Resultat beiderseitigen Interesses ist, dass Deutschland seit 1952 bis vor wenigen Jahren das wichtigste Lieferland des Iran war. Zwischenzeitlich halten die Vereinigten Arabischen Emirate und China den ersten und zweiten Platz bei den Lieferländern, gefolgt von Deutschland.  Wirtschaft und Kultur sind bis heute die Bindeglieder beider Länder.

Schon zur Zeit des mittelalterlichen Orienthandels waren vereinzelt persische Kaufleute bis nach Deutschland gekommen und boten ihre Waren an, wie auch umgekehrt deutsche Kaufleute und Handwerker bis nach Persien reisten. Das „Reisebuch“ des 1427 zurückgekehrten bayrischen Landsknechts Hans Schiltberger war der erste deutsche Augenzeugenbericht über Persien, das damals als Wunderland der Pracht und des Luxus galt. Spätere Reisende brachten auch die Werke persischer Dichter in den Westen.

1602 schickte Kaiser Rudolf II Botschafter an den persischen Hof. Die Gesandtschaften kamen – über die Erkundung des Landes durch mitgereiste Gelehrte – auch dem Handel zugute. Umgekehrt besuchten im 19. Jahrhundert viele persische Kaufleute deutsche Messen. Preußen und Persien schlossen 1857 den ersten Freundschafts- und Handelsvertrag.

Die Reise des Naser-ad-Din Schah von Persien nach Deutschland vertiefte die deutsch-persischen Beziehungen.

Der erste große Erfolg der diplomatischen und direkten Beziehungen zwischen Persien und dem Deutschen Reich, war der deutsch-persische Vertrag über Freundschaft, Schifffahrt und Handel. Dieser Vertrag wurde im Mai 1873 unterzeichnet.

Im 1. Weltkrieg war Persien, das immer seine Unabhängigkeit hatte wahren können, neutral. Die unbeschwerten Jahre dieser Sonderbeziehungen wurden fortgesetzt mit dem Machtantritt Reza Schah Pahlavis 1926 – der sogleich Reformen einleitete und deutsche Fachleute ins Land holte. Während Deutschland Rohstoffe importierte, bezog der Iran industrielle Ausrüstungen und Aufbaudienste. Es wurden Firmen errichtet, ein Telefonnetz aufgebaut, Eisenbahnlinien gebaut und ein Flugnetz eingerichtet. Die deutsche Gemeinschaft wuchs von 140 (1925) auf 1.500 (1938) Personen. In dieser Zeit lebten zahlreiche deutsche Experten und Geschäftsleute im Iran – sie begründen den herausragenden Ruf der deutschen Industrie.

Die meisten der vielen Tausend vom Schah auf Staatskosten zur Ausbildung nach Deutschland entsandten sog. „Staatsstudenten“ besuchten technische Hochschulen.

Der 2. Weltkrieg führte zu einer Unterbrechung der Beziehungen, aber schon ab 1949/50 wurden wieder Studenten zur Ausbildung nach Deutschland geschickt – unter ihnen viele Absolventen deutscher Gewerbeschulen im Iran.

Deutsche Güter und Technologien genießen im Iran immer noch einen ausgezeichneten Ruf, allerdings erschweren die veränderten Rahmenbedingungen (Sanktionen) der letzten Jahre die Kontinuität der deutsch-iranischen Beziehungen; so dass seit 2009 China der wichtigste Handelspartner des Irans ist.  Bei den Lieferungen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten handelt es sich zum größten Teil um Re-Exporte aus Drittländern.


Zwischen Deutschland und Iran bestehen einige bilaterale Vereinbarungen, die zum Teil mehr als 70 Jahre zurückreichen:

- Der Freundschaftsvertrag vom 16. November 1873

- Das Niederlassungsabkommen vom 17. Februar 1929

- Das Abkommen über den Schutz von Erfindungspatenten etc. vom 24. Februar 1930

- Der Vertrag über wirtschaftliche Zusammenarbeit vom 04. November 1954

- Das Doppelbesteuerungsabkommen vom 11. November 1965

- Abkommen auf dem Gebiet der Kraftfahrzeugsteuer vom 17. März 1992

- Kapitalinvestitionsschutzabkommen vom 17. August 2002.

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